
Der eine Kurs bringt dir bei, wie du deine Pendlerpauschale einträgst, der andere zeigt dir, wann eine neue 3D-Maus sofort als GWG durchgeht und wann sie über mehrere Jahre abgeschrieben werden muss. Für die EÜR als selbstständiger Designer zählt eindeutig der zweite Fall, und genau diesen Unterschied sieht man erst, wenn man beide Steuerkurse nebeneinanderlegt: "Steuern sparen für Arbeitnehmer" auf der einen Seite, den Steuer-AhA-Effekt Videokurs auf der anderen. Wer als Soloselbstständiger seine Abschreibungen selbst sauber nachvollziehen will, kommt an diesem Vergleich kaum vorbei.
Bevor es weitergeht, kurz die Transparenz vorweg: Dieser Text enthält Affiliate-Links, über die ich bei einem Kauf eine Provision bekomme, ohne dass es für dich teurer wird. Getestet habe ich beide Kurse in meiner eigenen Praxis als Industriedesigner, nicht am Schreibtisch eines Steuerberaters. Und genau das bin ich auch nicht: kein Steuerberater, sondern jemand, der seine EÜR seit Jahren selbst macht. Bei wirklich verzwickten Fällen - Auslandseinkünfte, mehrere Firmenkonstrukte - führt trotzdem kein Weg an einer Fachperson vorbei.
GWG und Abschreibung: zwei Kurse, zwei Denkschulen
Bei der Abschreibung und den Geringwertigen Wirtschaftsgütern trennt sich für Designer schnell die Spreu vom Weizen: Wer nur eine Handvoll Belege im Jahr hat, kommt mit einer groben Faustregel durch. Wer wie ich ständig neue Hardware, Software-Lizenzen und Werkzeuge anschafft, braucht bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ein System, das nicht nur Formulare erklärt, sondern auch die Entscheidung dahinter: sofort abschreiben oder über mehrere Jahre strecken. Genau an dieser Stelle trennen sich die beiden Kurse, die ich mir angesehen habe, am deutlichsten.

Welcher Kurs erklärt Designern die EÜR-Abschreibung wirklich?
Steuern sparen für Arbeitnehmer ist ein solides Werkzeug -- für alle, die einen festen Job haben und nur ihre Pendlerpauschale und ein paar Werbungskosten eintragen wollen. Als Soloselbstständiger mit eigenem Anlageverzeichnis lässt einen dieser Kurs aber ziemlich schnell im Regen stehen, weil Betriebsausgaben und Abschreibung für Freiberufler dort kaum vorkommen. Der Steuer-AhA-Effekt Videokurs geht das anders an: Statt Paragrafen aufzuzählen, arbeitet er mit Modulen, die auf konkrete Situationen im Designeralltag zugeschnitten sind. Am meisten gebracht hat mir dabei das Modul zu den Arbeitsmitteln -- wer da tiefer einsteigen will, findet in meinem Artikel zum Thema Hardware und Arbeitsmittel richtig absetzen mehr dazu.
Die reinen Grundlagen der EÜR erklärt allerdings auch der Steuer-AhA-Effekt nur am Rand -- wer bei null anfängt, sollte sich das separat aneignen, bevor er sich auf die GWG-Feinheiten stürzt.
Meine alte Methode hat mich mehr gekostet als geholfen
Mein altes System sah anders aus: Alle Belege wanderten in eine Excel-Tabelle, fein säuberlich nach Kategorie sortiert. Am Jahresende saß ich trotzdem vor einem Wust aus Zeilen, aus denen ich nicht mehr herauslesen konnte, was jetzt GWG war und was über Jahre lief -- die Tabelle hatte mir die Übersicht eher genommen als gegeben. Beim ersten groben Überschlag der Jahresausgaben kritzle ich bis heute lieber mit Bleistift auf kariertem Papier vor, bevor irgendetwas in eine Tabelle wandert -- das zwingt einen, jede Position kurz zu bewerten, statt sie nur einzutippen.
Ein Bekannter von mir, der in seiner Freizeit alte Vespas im Keller restauriert, hat mal gesagt, sein Werkzeugwagen sei genauso: viele Fächer, aber ohne System findet man trotzdem nie den richtigen Schlüssel. An einem Dienstagmorgen war meine EÜR fertig, bevor der zweite Kaffee überhaupt kalt geworden war -- ein Tempo, das mit der alten Excel-Methode schlicht nicht drin gewesen wäre.

Sammelposten oder Sofortabschreibung gegeneinander abwägen
Bei einem umsatzstarken Jahr will man Anschaffungen am liebsten sofort komplett gegenrechnen, bei einem schwächeren Jahr lohnt sich oft eine Verteilung über mehrere Jahre -- diese Abwägung nach Bauchgefühl zu treffen, hat mich früher öfter Zeit gekostet, als mir lieb war. Der Steuer-AhA-Effekt Videokurs bringt dafür keine neue Wundersoftware mit, sondern eine Denkstruktur: Eine Software allein löst diese Entscheidung nämlich nicht, sie kann höchstens die Zahlen sauber verwalten. Wie viel Zeit sich damit über ein Jahr sparen lässt, habe ich an anderer Stelle einmal durchgerechnet -- hier reicht der Hinweis, dass es ein spürbarer Unterschied ist, kein homöopathischer.
Wer seinen gesamten Tool-Mix für die EÜR noch mal grundsätzlich überdenken will, findet dazu mehr unter Pragmatischer Tool-Mix für die EÜR. Genervt hat mich am Steuer-AhA-Effekt vor allem das Tempo: Die Module sind straff getaktet, und wer sie nicht am Stück durcharbeitet, verliert schnell den roten Faden. Wer nebenbei als Angestellter ein kleines Gewerbe führt, hat ohnehin andere Prioritäten als jemand, der komplett von Design-Aufträgen lebt -- das ist der Punkt, an dem sich zeigt, für wen welcher Kurs überhaupt gedacht ist.

Fazit: Welcher Kurs zu welcher Auftragslage passt
Für jemanden, der hauptberuflich angestellt ist und nebenbei ein kleines Gewerbe betreibt, kann Steuern sparen für Arbeitnehmer tatsächlich genug sein -- vorausgesetzt, das Nebengewerbe bleibt klein und die EÜR entsprechend simpel. Einen Kurs, der Steuerformulare unabhängig von der eigenen Auftragslage abarbeitet, würde ich inzwischen aber nicht mehr empfehlen -- dafür unterscheiden sich die Situationen von Soloselbstständigen zu sehr voneinander.
Sobald Design-Aufträge die Haupteinnahmequelle sind und mehrere Anschaffungen pro Jahr durch die Buchhaltung müssen, würde ich ohne Umweg zum Steuer-AhA-Effekt Videokurs raten: Bei einem Designer mit drei, vier festen Kunden reicht der Grundlagen-Teil oft schon aus, bei jemandem mit vielen wechselnden Kleinaufträgen und ständig neuer Ausstattung braucht es die Tiefe, die der Kurs bei GWG und Abschreibung bietet.
Mein Rat, wenn du gerade vor der gleichen Entscheidung stehst: Leg beide Kurse an deiner eigenen Auftragslage an, nicht an der Werbung drumherum -- der Vergleich unten zeigt noch mal beide nebeneinander.
| Produkt | Bewertung | |
|---|---|---|
| Steuer-AhA-Effekt Videokurs Mein Werkbank-Pick | 9.2 | Mehr erfahren → |
| Steuern sparen für Arbeitnehmer | 7.8 | Mehr erfahren → |
Steuer-AhA-Effekt Videokurs
Vorteile
- ✔ Module sind perfekt in den Arbeitsalltag integrierbar
- ✔ Klarer Fokus auf Soloselbstständige ohne BWL-Studium
- ✔ Enorme Zeitersparnis bei der jährlichen EÜR
- ✔ Erklärt komplexe Themen wie GWG-Sammelposten verständlich
Nachteile
- ▹ Keine individuelle Rechtsberatung möglich
- ▹ Erfordert Disziplin, die Module auch wirklich durchzuarbeiten